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Die Kraft des Wortes. Algorithmen, die uns leiten.

Das gesprochene und geschriebene Wort hat auch im digitalen Zeitalter eine grosse Wirkung, obwohl uns Instagram & Co. glauben lassen, die Dominanz der Bilder übertöne alles. In der Online-Kommunikation gibt es seit längerem einen Sparringpartner, der beim geschriebenen Wort eine wichtige Rolle spielt: Der Googlebot (Bingbot u.a.). In diesem Beitrag beleuchten wir die Herausforderung, den richtigen Ton zu treffen und gleichzeitig dem Googlebot interessanten Content zu liefern.

Keywords im Online-Marketing

Im Online-Marketing spielt das Einarbeiten von Keywords eine zentrale Rolle (SEO, SEA, SMO). Man sollte sich trotzdem immer bewusst sein, dass wir auf verschiedenen Kanälen und Ebenen kommunizieren und deshalb Suchmaschinenoptimierung nur Teil eines umfassenden, konsistenten Kommunikationskonzeptes sein kann. Darum werden Suchbegriffe oder Wortketten, über die ein potenzieller Kunde zu unserer Website gelangt, nur dann die gewünschte Wirkung erzielen, wenn die darauffolgende Bildwelt und die Kernaussage des Unternehmens zu diesen passen. Viel Traffic mag uns in den organischen Suchergebnissen die Leiter hinaufklettern. Es ist fraglich, ob es langfristig den erhofften Erfolg und eine gute Conversion Rate bringt, wenn der Inhalt nicht «matcht».

Die Herausforderung liegt bei der digitalen Kommunikation im Finden der individuellen Note gepaart mit dem aus SEO-technischen Überlegungen notwendigen Anteil «Mainstream». Ich darf meine Zielgruppe nicht aus den Augen verlieren. Die Suchbegriffe sollten sinnvoll und authentisch in unseren Onlineauftritt integriert werden können. Wer dies nicht beachtet, wird spätestens bei einer Ads-Kampagne die entsprechenden Stolpersteine zu spüren bekommen.

An dieser Stelle möchten wir den positiven Effekt der Ausrichtung auf einen Algorithmus eines Roboters wie dem Googlebot erwähnen: Wir werden gezwungen, strukturiert vorzugehen und uns Gedanken über unsere Kernaussagen, wichtigsten Dienstleistungen und Produkte zu machen. Dieses strategische Vorgehen ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht korrekt und in der Regel gewinnbringend.

Vieles bleibt beim Alten verglichen mit der klassischen Offline-Werbung: Dem einzelnen Wort oder einer Wortkette kommt eine hohe Bedeutung zu und kulturelle Aspekte bei der Nutzung der Sprache müssen ausreichend berücksichtigt werden. Trotzdem ist ein neuer «Player» (Roboter) im Rennen, der unseren Handlungsspielraum zuweilen massiv beeinflusst. Was wäre ein möglicher Ansatz, sich mit dem nur begrenzt durchschaubaren «Player» anzufreunden und gleichzeitig die Individualität nicht ausser Acht zu lassen?

Stilsicher und auf den Punkt gebracht

Was ist ein Keyword aus der Mengenbetrachtung? Die Reduzierung auf die kleinste mir verständliche Einheit, die ich als Suchbegriff verwende. Sprachliche Prägnanz im Einklang mit unserem Marktauftritt ist somit der entscheidende Erfolgsfaktor. «Reduce to the max» auf der einen Seite (Keywords) und «Storytelling» (Content) auf der anderen Seite. Sprachliche Kompetenz ist im digitalen Kontext in der Tat von Vorteil. Aus diesem Grund macht es durchaus Sinn, etwas zu predigen, das wir als Kind in der Schule immer wieder hörten: Lest Bücher!

Es gibt einen sehr berühmten Schriftsteller, der es versteht, nur das an Sprache zu verwenden, was für den Empfänger der Nachricht zwingend notwendig ist. Dieses Talent wusste er auch in seiner Laufbahn als Strafverteidiger gekonnt einzusetzen. Formulierungen in seinen Büchern haben eine hohe «Informationsdichte». Er trifft den Ton und lässt keine Zweifel offen, über das, was er uns sagen möchte. Ähnlich direkt, klar und eindeutig sollten wir unsere Keywords definieren. Ebenso spannend und aufregend sollten wir diese anschliessend in unsere Webpräsenz einarbeiten.

Buchempfehlung(en)

Ferdinand von Schirach

Kaffee und Zigaretten
Erschienen im März 2019

Strafe
Erzählungen
Erschienen im März 2018

Posted in Online-Marketing